#101_Red_Dot_Taroko_Pearl_Tea_Lake_Ride

oder 11 Tage durch Taiwan.


Wenn es einen Hashtag geben würde, der meine Reise zusammenfasst, dann auf jeden Fall #101_Red_Dot_Taroko_Pearl_Tea_Lake_Ride. Taiwan war intensiv. Taiwan war abwechslungsreich. Taiwan sollte unbedingt auf den Reiselisten von ganz vielen Menschen einen prominenten Platz einnehmen. Neben der Natur, der Architektur und des Essens haben mich vor allem die Menschen beindruckt. Die Taiwanesen waren zu mir immer sehr freundlich, angenehm zurückhaltend und extrem hilfsbereit. Egel wo ich mich aufgehalten habe, ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Beindruckt haben sie mich auch mit einer sehr deutschen Tugend – mit extremer Pünktlichkeit. Nicht nur, dass gefühlt alle Züge „on time“ waren, auch die Taiwanesen selbst achteten penibel auf das Timing. So wurde ich in einem Hotel 10:50 Uhr auf dem Zimmer angerufen, mit dem Hinweis, dass der Check-Out 11 Uhr sei. Sicher ist sicher. Ein anderes Mal hat unser Tour Guide im Taroko Nationalpark Gruppenteilnehmer angerufen, als diese fünf Minuten nach der ausgemachten Uhrzeit nicht am Bus waren. Das habe ich so bisher auch nicht erlebt, auch nicht in Deutschland. ;-)

 

Taiwan ist ein Top-Reiseland weil es recht klein ist, trotzdem eine riesige Vielfalt bietet, weil die Straßen sehr gut ausgebaut sind und weil es überall öffentliche WCs gibt. Diese sind wichtig, da man bei der Hitze viel Flüssigkeit zu sich nehmen muss...

 

Nach elf Tagen im Juli, nach elf Tagen mit unzähligen Eindrücken habe ich meine absoluten Highlights in fünf Punkten zusammengefasst.

 

1. Der Blick auf das Taipei 101 vom Elephant Mountain

In der Regel ist der erste Berührungs- und Ausgangspunkt für Taiwan-Reisende Taipei, die fast 3 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt. Taipei bietet alles, was man von einer Metropole dieser Größe erwarten kann. Jedoch unterscheidet sie sich in einer Sache von den restlichen Großstädten (nimmt man mal Dubai davon aus). Und das ist Taipei 101, der ehemals höchste Wolkenkratzer der Welt. Mit seinen 508 Metern und 101 Stockwerken überragt es den Rest der Stadt deutlich. Neben einer 360° Panorama-Etage hat im Taipei 101 u.a. Google ein Office. 


Für mich persönlich ist weniger der Blick vom Taipei 101 das Highlight, sondern der Blick auf das Bauwerk. Folgt man den Highlights bei Tripadvisor, dann ist die Aussicht vom „Elephant Mountain“ das Beste, was man in Taipei machen sollte. Ich muss gestehen, dass dies auch mein Highlight war. Der Ausblick über Taipei ist einfach überragend. Am besten kommt man zum Elephant Mountan mit der U-Bahn. Mit der roten Linie fährt man bis zur Endstation Xiangshan. Von hieraus wandert man dann ca. 30 Minuten bis zum Elephant Mountain. Auf den / dem Hügel(n) vor Taipei gibt es diverse Aussichtspunkte, die einmalige Panoramaausblicke zulassen. Meine kurze Wanderung habe ich im strömenden Regen bei über 30°C begonnen. Nach kurzer Zeit war der Regenschauer dann vorbei und ich wurde sogar mit Wolken in der Spitze des Taipei 101 belohnt! Für die kurze Wanderung lohnt es sich ein Wechsel-Shirt oder ein Handtuch mitzunehmen. ;-)


2. Das Red Dot Hotel in Taichung

Taichung ist für viele Reisenden nur ein Durchgangsstadt um an den Sun Moon Lake zu gelangen (siehe Highlight Nummer 4). Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ist Taichung nur eine Stunde von Taipei entfernt. Ein Aufenthalt an Taiwans Westküste lohnt sich allemal. Vor meiner Reise wollte ich wissen, ob es „stylische, coole“ (und bezahlbare) Hotels in Taiwan gibt. Nach dem ich „coolest hotel taiwan“ gegooglet habe, wurde mir prompt das Red Dot Hotel in Taichung vorgeschlagen. Allein der Name suggeriert bereits ein hohes Maß an Design und Individualität. Ich muss gestehen, das Management des Red Dot hat diese Individualität und Design-Qualität zu 100% durchgezogen. Ob in der Lobby (Rutsche, Neon-Lichter, etc.), ob liebevoll illustrierte Erklärungskarten im Zimmer (Wie nutze ich die Nespressomaschine?) oder das A-la-cart / Buffet-Frühstück, welches eher einem Gang eines 5*-Menüs glich. Alle Design-Zutaten im Red Dot Hotel wurden liebevoll zusammengeführt. Aus diesem Grund habe ich dem Hotel auch eine 100%ige Weiterempfehlung gegeben. Vor allem bei Taiwanesen ist das bekannt. Somit ist es definitiv ein Highlight und gehört in jede Taiwan-Reise.

 

3. Pearl Milk Tea in Taichung

Nach meinem Bericht (;-) ist Taichung nicht nur wegen des Red Dot Hotels eine Reise wert. Mein ursprünglicher Grund, die Stadt zu besuchen lag ganz woanders. Nachdem ich im Jahr 2004 erstmalig mit Bubble bzw. Pearl Milk Tea in Berührung gekommen bin und das Getränk lieben gelernt habe, wollte ich schon immer im Ursprungsland des Bubble Teas in den Genuss kommen, das Original zu trinken. Recherchiert man online, findet man schnell heraus, dass zwei Tea Shops als Erfinder gelten. Ich habe mich entschieden, den Pearl Milk Tea im 春水堂 Chun Shui Tang im National Taiwan Museum of Fine Arts erstmalig zu genießen. Man bekommt im Café eine Karte mit unzähligen Variationen vorgelegt. Aber als erstmaliger Besucher sollte man das Original bestellen. Ein großes Glas (ca. 600 ml) kostet 110 NTD, umgerechnet ca. 3,30 Euro. Der Geschmack war etwas herb, nicht zu süß. Er erinnerte mich sehr stark an Teh Tarik, den man in Malaysia bestellen kann. Die Tapioca-Bubbles im Original-Milchtee waren interessanterweise kleiner als in allen anderen Bubble-Teas, die ich zuvor getrunken habe. Zum Pearl Milk Tea habe ich mir noch zwei Stück Tie Guan Yin Tea Cake bestellt. Auch diesen Kuchen kann ich nur empfehlen. Die leichte Tee-Note kommt wirklich gut zur Geltung. Ein Besuch Chun Shui Tang im National Taiwan Museum of Fine Arts ist also die perfekte Nachmittagsbeschäftigung in Taichung.

 

4. Mit dem Fahrrad um den Sun Moon Lake

Nachdem man im Red Dot Hotel in Taichung die Nacht verbracht hat, gelangt man am nächsten Tag mit einem der Shuttle-Busse in ca. 1,5 Stunden zum Sun Moon Lake. Das Gebiet um den See herum ist touristisch sehr gut erschlossen, so dass es kein Problem sein sollte, ein geeignetes Hotelzimmer zu finden.


Nach einer Stärkung am See sollte man sich ein Fahrrad ausleihen (ca. 5 Euro am Tag), um das Gebiet zu erkunden. Die Umrundung des Sees ist 29 Kilometer lang. Drei Viertel der Strecke teilt man sich mit sehr rücksichtsvollen Autofahrern, der Rest besteht aus sehr gut ausgebauten Radwegen. Die Umrundung sollte man nicht allzu sportlich sehen, sondern lieber zahlreiche Pausen einlegen, um die tollen Aussichten auf den See zu genießen oder um die verschiedenen Tempel (u.a. Wunwu Tempel, Xuanzang Templ) zu erkunden. Architektonisch eindrucksvoll und somit ein einzigartiges Fotomotiv ist  das Xiangshan Besucherzentrum, am Ende oder zu Beginn der Tour (je nachdem man wie man den See umrundet).


5. Erst in den Toroka National Park und danach ein gefülltes Toast

Von der Westküste Taiwans geht es per Bahn via Taipei an die Ostküste. Die Fahrt dauert gut vier Stunden ehe man die Küstenstadt Hualien erreicht. Hualien selbst bietet viel. Ein Highlight ist sicherlich der Nachtmarkt, auf dem man neben frischen Seafood alle möglichen Snacks findet. Einer der populärsten Snacks ist „Jiangjia chuang yi guan cai ban“. Das ist eigentlich nichts anderes als gefüllte Toastbrotscheiben. Jedoch sind die extra dicken Toastscheiben ähnlich eingelegt wie der in Deutschland bekannte „Arme Ritter“. Nachdem die Toastscheiben kurz frittiert wurden, werden sie aufgeschnitten und mit einer Schicht Weißkraut sowie einer Füllung nach Wahl gefüllt. Ich habe die „Sommer-Variante“ Hühnchen & Mango probiert. Der Geschmack passt sehr gut zu unserem europäischen Empfinden. Wie so ein gefüllter Toast hergestellt wird, habe ich in einem kurzen Video festgehalten.

 

Hualien ist nicht nur für Kulinariker eine Reise wert. Hualien ist der Ausgangspunkt um den bekannten Taroko Nationalpark zu erkunden. In nur 30 Minuten ist man per Auto am Eingang des Nationalparks. Der Nationalpark ist sehr großflächig und ausschließlich über Straßen zu befahren. In einer Tagestour kann man bereits sehr eindrucksvolle Orte besuchen. Der Taroko ist überwältigend, vor allem wenn man von den schmalen Straßen aus in die Schluchten oder die Felsen hinauf schaut. Diese scheinen gar nicht enden zu wollen. Die höchste Ergebung im Taroko ist mit 3.275 Metern die Wu-Spitze. Viele Verkehrsschilder weißen Wanderer (auf den Straßen) darauf hin, gewisse Passagen schnell zu durchqueren. Der Grund sind regelmäßige Steinschläge. Daher wird man im Park auch aufgefordert einen Helm zu tragen. Safety first! Highlights im Taroko sind auf jeden Fall die dunkelroten Brücken, die einen tollen Kontrast zur tiefgrünen Vegetation bieten, die kleinen Tempel, die man unterwegs immer mal sieht und natürlich die Aussichten in die Schluchten. Um alle Eindrücke perfekt festzuhalten, bietet es sich an, die Panoramafunktion des Smartphones – ob horizontal oder vertikal – regelmäßig zu nutzen.


Natürlich könnte ich noch viele weitere Highlights aufzählen und natürlich gibt es noch unzählige Orte zu erkunden, die ich in elf Tagen gar nicht besuchen konnte. Aber das hebe ich mir für die Zukunft auf. Denn ich werde auf jeden Fall zurück kommen, in dieses freundliche und abwechslungsreiche Land. Alle Fotos meiner Reise können natürlich auch auf Instagram angeschaut, kommentiert und geliket werden. Zu finden sind sie unter dem Hashtag #101_Red_Dot_Taroko_Pearl_Tea_Lake_Ride. ☺


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