Mein erstes Mal - Empfohlener Nutzer bei Instagram.

Ich habe zwei Jahre gebraucht um auf 2.000 Follower bei Instagram zu kommen. Und dann ging es ganz schnell. Innerhalb von zwei Tagen hat sich meine Followerzahl von 2.000 auf 4.000 verdoppelt. Stand heute, 9 Tage später, bin ich bei 10.400 Followern.


Was geschah? 

Am 10.01.2014 erhielt ich eine Systemnachricht von Instagram mit der Einleitung „Herzlichen Glückwunsch, widenka! Du bist jetzt auf Instagrams Liste der empfohlenen Nutzer.“ Ich wusste erst einmal gar nicht was dies bedeutete. Jedoch registrierte ich zu diesem Zeitpunkt die Flut an neuen Followern. Dies musste einen Grund haben. Instagram schrieb dazu „(...) solange du ein vorgeschlagener Nutzer bist und tausende neue Abonnenten hinzugewinnst.“ Ich gewinne Tausende Nutzer dazu? Schön wär’s! Aber natürlich wissen die Jungs und Mädels aus dem Headquarter von Instagram genau, was sie schreiben. Ich habe tatsächlich 1.000 neue Nutzer am Tag hinzugewonnen.

Wie funktioniert das? 

Instagram ist extrem beliebt. Die Nutzerzahlen sind nach der Übernahme von Facebook in 2012 auf derzeit über 150 Millionen weltweit geschnellt. Jedem neuen Nutzer, der sich die App herunterlädt, wird im Einrichtungsprozess eine Liste von 12 „vorgeschlagenen Nutzern“ vorgestellt, denen man folgen kann. Ganz viele der neuen Instagrammer tuen auch genau das und folgen den alten Hasen der Szene. Zum Zeitpunkt, als ich einer der glücklichen Zwölf war, war auch @thomas_k, Deutschlands Instagrammer mit den meisten Followern, im Pool. Weitere „Suggested User“ kamen neben den Deutschen Top-Instagrammern aus London, Florenz, Paris und Südkorea.


Wie kommt man auf die Liste? 

Ich gehe davon aus, dass man eine gewisse Follower-Zahl erreicht haben muss um in den Fokus der Redaktion zu gelangen. Ich bildete mit meinen anfangs 2.000 Followern eher das Schlusslicht der Liste. 


Es gibt jedoch die Möglichkeit, von anderen Nutzern empfohlen zu werden.


Wie wählt Instagram „suggested user“ aus? 

„Wenn du auf der Liste der vorgeschlagenen Nutzer bist, heißt das, dass wir dein Konto lieben und dich als beispielhaften Instagrammer sehen. Wir hoffen, dass du als vorgeschlagener Nutzer anderen Nutzern, ob neu oder alt, nicht nur deine schönen Fotos zeigen wirst, sondern auch, wie man ein großartiges Mitglied der Gemeinschaft wird.“ Das Instagram-Team durchsucht Mitgliedskonten nach allgemeinen Eigenschaften, die man unter http://help.instagram.com/297758797000260 nachlesen kann. Findet man Berücksichtigung, dann kann es auch sein, dass einem der offizielle Instagram-Account folgt. Aktuell ist das bei nur 338 Nutzern der Fall. Im Gegenzug folgt jedes dritte Instagram-Profil dem offiziellen Account, also fast 54 Millionen. 


Ganz allgemein sagt Instagram, dass Suggested User „schönen, originellen Inhalt“ posten und mit einer einzigartigen Sichtweise zu Instagram beitragen. Natürlich müssen die Fotos im Einklang mit den Community-Richtlinen stehen. Kurz gefasst heißt das, dass man nur eigenen Content posten sollte, seine Kleidung auf den Fotos anbehält, respektvoll mit anderen Nutzern umgeht, keinen Spam sendet und vor allem Spaß hat. 


Interessant ist, dass auf die dynamische „suggested user list“ Accounts, die offensichtlich mit Marken kooperieren bzw. bezahlte Partnerschaften eingehen, nicht in Erwägung gezogen werden.


Was zeichnet meine Bilder aus?

Als erstes kann ich sagen, dass ich auf Instagram nur Smartphone-Bilder veröffentliche. Seit einem guten Jahr sind dies Fotos, aufgenommen mit meinem Nexus 4. Mit dem Handy bin ich auch sehr zufrieden. Nur bei Abend- und Nachtaufnahmen zeigt es Schwächen auf. 


Auf meinen Fotos versuche ich die schönen Dinge des Alltags bzw. tolle Momentaufnahmen meiner Reisen festzuhalten. Ich verfolge kein konkretes Konzept. Jedoch achte ich auf Komposition, Bildaufbau und Perspektive. Fast immer verwende ich die vorhanden Instagram-Filter. Außerdem gebe ich beschreibende Hashtags an, sowie Markierungen, die nur ich verwende (#widenka #wdnk #reisemarke #fotoschutzgebiet).


Wie geht es weiter? 

Laut Instagram bin ich noch ca. 5 Tage auf der - dynamischen – „suggested user list“. Ich freue mich über die zahlreichen neuen Nutzer, die mir folgen und die hoffentlich kreativere Fotos als „Duckface Selfies“ von sich hochladen. Ansonsten mache ich so weiter wie bisher. Und mal schauen, wann ich das nächste Mal erneut auf der "suggested user list" erscheinen werde...


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Kommentare: 1
  • #1

    Michael (Dienstag, 03 Januar 2017 13:39)

    Das ist ein sehr hilfreicher Artikel. Ich fragte mich, als neuer "Instagramer" was es mit diesen suggested Posts auf sich hat, erst dachte ich, das ist Werbung, aber nun bin ich schlauer geworden, dank dieses Artikels.